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Kurztrip mit Zelt nach Dänemark / 2014 Jammerbucht, 2015 etwas nördlicher Druckbare Version anzeigen
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geschrieben Donnerstag, Juli 17, 2014 @ 17:50:38  

Stadtlärm, meckernde Kunden, das allgegenwärtige Internet, Zeitdruck - jeder kennt das oder ähnliches, und irgendwann muss ich dem einfach entfliehen.

Bei mir war es diesen Monat soweit, ich musste raus…raus aus dem Trott. Wettervorhersagemäßiger Gewinner aus mehreren Favoriten wurde die Nordseeküste, weit oben im Lande unserer Hot-Dog-liebenden Nachbarn. Aufgrund der Umgebung war schnell ein passender Campingplatz gefunden, und so machte ich mich am frühen Nachmittag, bei typisch norddeutschem Schietwetter, mit dem Auto auf Richtung Norden, im Gepäck Dosen- und Trockenfutter so wie Wasser und Wein.
Wer Lust hat, darf mich jezt gerne begleiten:

Nach ca. 350km Fahrt unter einer tiefhängenden, grauen Wolkendecke mit fast Dauerinkontinenz besserte sich das Wetter nach Überfahrt der Brücke über den Aggersund. Eine gute Stunde Fahrzeit später konnte ich dann einchecken beim Klim Strand Camping. Schon während ich das Zelt errichtete, hörte ich die Brandung - sie sollte die kommenden Tage meine Hintergrund-Geräuschkulisse sein. Bei schon tief stehender Sonne machte ich mich auf, um die Verursacher des Rauschens aus der Nähe zu betrachten. Begleitet wurde das Wellenrauschen durch die herumkugelnden und aneinanderklackenden Kiesel…herrlich

Danach das spezialitätenfreie Abendessen,

und dann ab in den Schlafsack.
Am nächsten Vormittag - ausgeschlafen, gestärkt und geduscht - ging’s zum Bulbjerg. Auf dem Weg dorthin ließen sich ein paar Pferde auf der höchsten Erhebung kühlenden Wind um die Nüstern wehen,

denn dieser sonnige Tag war schon vormittags sehr warm.

Nach einer Fahrt durch eine Landschaft, die eine Mischung aus Heide und Nadelwald war, erreichte ich den „Berg“, mit einer maximalen Höhe von knappen 50m für viele sicherlich nur eine Bodenwelle.

Und dahinter versteckte sich der für mich schönste Strandabschnitt der Jammerbucht.
- vom Bulbjerg aus Richtung Norden

- von unten aus Richtung Bulbjerg

- von unten aus Richtung Süden

Tja, als bekennender Sonnenanbeter, Strandlieger und Wasserratte konnte ich nicht einfach wieder weg, also Badeshorts angezogen, Handtuch aus’m Kofferraum geholt und ab in den Sand. So kam es, dass ich als Bewohner eines Ortes direkt an der Ostsee mein erstes Bad im Meer 2014 in der Nordsee nahm. Das Wasser dürfte so 17°C gehabt haben, nach ca. 30°C im Schatten (wo ich ja nicht lag, weil’s auch gar keinen gab) überstand ich beim Hineingehen einen kurzen Tod - dann aber war’s schööööön…bis auf den ersten Schluck Nordseewasser, den mir eine Welle nach dem Auftauchen in den Rachenraum spülte und mir zeigte, dass das Wasser der Nordsee einen doppelt so hohen Salzgehalt wie das der Ostsee hat…bäääh. Gut, dass ich kein Sodbrennen kenne…
Nach einem ausgiebigen Schläfchen - nach den Bad weder abgetrocknet noch vorher mit Sonnenmilch eingecremt und deshalb mit einem Sonnenbrand belohnt - hab ich mich am Auto umgezogen und das Fotogeraffel rausgekramt, da es ein vielversprechender Sonnenuntergang zu werden schien…natürlich verwehrte mir auch dieses mal, wie so oft zuvor, eine Wolkenbank am Horizont den freien Blick auf den ins Meer plumpsenden Glutball.

Einen Mitbeobachter hatte ich auch

Nach dem einfachen, aber stressfreien Frühstück am nächsten Morgen

machte ich mich auf zum Strand von Thorup. Hier liegen die Fischerboote nicht wie bei uns im sicheren Hafen, sondern direkt im Strandsand.

Überflüssiger Beifang wird dort direkt, zur Freude der allgegenwärtigen Möwen, entsorgt. Die veranstalten dann ein lautstarkes Massaker, und übrig bleibt ein Friedhof der Kuschel- äh…Krustentiere.

Bei einer Unterhaltung (auf englisch) mit einem „Eingeborenen“ erfuhr ich Abfahrt und Ankunftszeiten der Fischer und beschloss, am kommenden Tag die Art und Weise, wie die Boote an Land kommen, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Nun ging’s noch mal zum Bulbjerg - der Kalkbrocken übte eine ungeahnte Anziehungskraft auf mich aus. Am oberen Parkplatz sind zwei Bunker: Der eine umfunktioniert zu Toiletten,

der andere ein begehbares Bunkermuseum


(Suchspiel: Findet ihr das Schwalbennest und die fliegende Schwalbe?)

mit Ausblick.

Der nächste Tag war angebrochen, und um die Mittagszeit machte ich mich wieder auf nach Thorup. Während des Wartens auf die zurückkehrenden Boote ging ich zum Strandkiosk, bestellte ein super leckeres Hot Dog (kein Vergleich zu denen von großen schwedischen Möbelhaus!) und ’ne Coke, setzte mich in den Schatten und genoss - die Ruhe, den Ausblick, die kalte Cola und den leckeren „heißen Hund“ (wer letzteres auf dem Bild sucht: War schon aufgefuttert)

Eine gute Stunde später lüftete sich das Geheimnis um die Fischerboote:
HM93 kurz vor’m Strand,

von vielen PS an den Haken genommen,

und schon steht’s am Strand.

Der erste Wartende ist schnell auf dem Schiff,

und zwei Minuten später mit seinem „Fang“ auf dem Weg in die heimische Küche.

Auf der anderen Seite wird der gesamte Fang ausgeladen und ebenfalls an die Wartenden verkauft.

Die nicht vom Schiff wegverkauften Fische

werden in Kisten per Gabelstapler in die nahen Kühlhäuser gebracht und gehen von dort in die Restaurants der Umgebung. Dann kehrt wieder Ruhe ein im kleinen Fischerort…

Über lange, gerade, einsame Strassen

mache ich mich auf den Weg zurück. Nach dem Abendessen schlenderte ich zum Tagesabschluss mit Rotwein zum Strand am Campingplatz, und bin berauscht - aber nur von der Stimmung

Der nächste Tag ist angebrochen, und auf meiner to-do-Liste sind noch ein paar Orte: Der (völlig unspektakuläre) Kalkberg mitsamt Kalkofen,

eine urige Windmühle,

und ein Wanderweg an einem hübschen Bachlauf entlang (irgendwo zwischen Pflanzen und Bäumen floss er).

Nach der Wanderung zog eine dunkle Wolkenbank auf,

und mich zog es wieder zum Bulbjerg. Hier ein paar Eindrücke direkt vom Strand aus. Da Möwen den Berg als Brutstätte nutzen, ist 'n Cappi schon von Vorteil...

Wie man sieht, wurde auch das Wetter wieder besser, und ich legte mich wieder zum Sonnen an den Strand, dieses mal eingecremt.
Am frühen Abend ging's zurück. Hier mal ein typisches Schild vor jeder Ortschaft, die anzeigt, über wie viele „Bumps“ man durch den Ort fährt.

Diese Bumps sind wellenähnliche Strassenerhöhungen, die wohl dazu dienen, dass man nicht zu schnell fährt. Ausserdem habe ich in den umliegenden, kleineren Ortschaften nicht eine(!) Ampel gesehen - entweder gibt’s Kreisverkehr oder man nimmt eben Rücksicht bzw. sich Zeit.

Nachdem ich mir heute im zum Campingplatz gehörenden Restaurant eine Meeresfrüchte-Pizza (sehr sehr sehr gut) und ein hiesiges Bier (nicht so mein Geschmack) gegönnt hatte, genoss ich meinen letzten Abend wieder am Strand des Platzes.

Nächsten Morgen, es war Abfahrtstag, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, mich von „meinem Berg“ zu verabschieden. Da es keinen größeren Umweg bedeutete, gönnte ich mir "hoch oben" noch einen frisch gebrühten Kaffee mit den beiden letzten Frühstücksmilchhörnchen

und fuhr anschliessend heim.

Ein angenehmer Begleiter während der Autofahrten war Radio100, ein dänischer Rocksender, wo hauptsächlich neuer und alter Rock und Metal gespielt wird.

Vielleicht ist der ein oder andere neugierig geworden und hat Fragen - wie immer beantworte ich die gerne, sofern möglich.

[geändert von Reisender am Freitag, Juni 19, 2015 @ 14:57:26]

[geändert von Reisender am Freitag, Juni 19, 2015 @ 15:01:06]

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geschrieben Montag, Juli 21, 2014 @ 11:37:02    ICQ

Schöner Bericht und schöne Fotos.
Ganz schön einsam dort oben. Aber das ist ja genau das, was Du suchtest. Ruhe halt.
Die Strände scheinen auch toll zu sein, aber mir persönlich wäre das Meer zu kalt gewesen .

Mich würde nur noch interssieren, wie die Fischerboote wieder ins Meer gekommen sind. Mit der Schaufel einfach reingeschoben?

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Dirk

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geschrieben Dienstag, Juli 22, 2014 @ 08:42:26  

Danke

Einsam ist jetzt etwas übertrieben. Klar, der Strand ist nicht so besucht wie die meisten hier an der Schleswig-Holsteinischen Ostsee, aber die Jammerbucht ist auch gute 100km lang - da kann sich "der Mob" gut verteilen... Und natürlich gibt's dort auch kleinere und größere Städte, alle mit entsprechenden Einkaufsstrassen. Aber da bin ich eben, wenn überhaupt, nur durchgefahren, weil ich, wie Du schon richtig sagtest, eher Ruhe und Entspannung gesucht habe. Ich wohne mitten in der Stadt und brauche typische Stadtgeräusche und -treiben nicht im Urlaub - jedenfalls nicht, wenn ich alleine unterwegs bin, mit Freundin sieht's da schon anders aus
Der Campingplatz war auch recht groß, hat so um die 500 Stellplätze. Als ich ankam, waren vielleicht 100 belegt, zum Wochenende hin füllte der sich aber recht schnell mit neuen Urlaubern aus DK, N, S, NL und auch D. Ein aus meiner Sicht riesiger Vorteil ist, dass die nördliche Nordseeküste bei Ebbe und Flut nur noch geringe Unterschiede zeigen, ähnlich wie an der Ostsee - an kilometerweit ins Meer reichendem Watt bei Ebbe hab' ich nämlich Null Interesse, wenn ich auch mal im Meer baden will

Wie die Fischerboote zurück ins Wasser kommen habe ich auch nicht gesehen bzw. weiß es nicht. Am Strand war eine riesige Winde, kann also sein, dass im Meer 'ne Art Umkehrrolle ist und die Schiffe so ins Wasser kommen...aber das ist nur 'ne Vermutung
Ich hatte mich mit einem der Fischer unterhalten (nur einer sprach Englisch, Deutsch konnte niemand - warum auch) und u.a. nach den Zeiten gefragt, wann die Schiffe rausfahren. Die Antwort war: Zwischen 2 und 3 Uhr. Das war mir in diesem Urlaub eindeutig zu früh, vielleicht gucke ich mir das beim nächsten Besuch dort an. Ich hätte ihn auch einfach fragen können, wie die das machen, aber das kann ja jeder Ich will's sehen

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geschrieben Sonntag, August 3, 2014 @ 12:04:29  

nur 'ne kleine Welle, in s/w


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geschrieben Sonntag, August 3, 2014 @ 13:04:20  

Hab nach diversen Infos zu Dänemark gesucht und etwas anderes gefunden, was eigentlich jeden Urlauber am Meer interessieren sollte: Rückströmungen, Englisch -> Riptides
Diese Phänomene können an allen Stränden weltweit auftauchen und sind gefährlich, für Nichtschwimmer sowieso, aber auch für gute Schwimmer.
Da Wissen im Allgemeinen nicht schadet, hier zwei Links mit ähnlichem Inhalt (im ersten das Video aus Australien ansehen!)
1 & 2

Soll jetzt keine Panikmache sein, aber vielleicht könnte Dirk daraus einen Extra-Thread machen und den irgendwo festpinnen...

Edit: noch ein paar webadressen dazu

http://www.kidsaway.de/reiseplanung/aktivitaeten/am-strand-und-meer/baden-im-meerdas-meer-ist-kein-pool-die-wichtigsten-sicherheitsregeln-fuer-eltern-und-kinder/

http://de.wikipedia.org/wiki/Brandungsrückstrom

https://www.youtube.com/watch?v=M9OMIKsTuqY

[geändert von Reisender am Montag, August 4, 2014 @ 16:52:09]

Dirk (Site-Master)
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geschrieben Montag, August 4, 2014 @ 00:42:05    ICQ

Danke für den überlebenswichtigen Hinweis. Werde ich, wenn ich wieder “richtig“ online bin, entweder im Forum unter “allgemeine Reiseinfos“ oder direkt auf der HP einstellen.

Edit: Links zur Badesicherheit wurden auf unserer Homepage eingebunden. Ein Hinweis darauf steht auch hier im Forum unter "allgemeine Reiseinfos".

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Dirk

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geschrieben Freitag, Juni 19, 2015 @ 17:25:00  

Wir waren zu zweit auf Helgoland, ich hatte aber noch zwei Wochen länger Urlaub als meine Freundin. Norwegen war mir dieses Jahr zu teuer und zu weit, also wurde es wieder mal Dänemark.
Dieses Jahr wollte ich mehrere Orte besuchen, zuerst ging's Samstag zum Løkken Strand Camping, ein zwar nicht sehr komfortabler, dafür absolut sauberer Platz mit sehr freundlichem (und Deutsch sprechendem) Besitzer.
Ich wurde bei Ankunft vorgewarnt, dass Strum angesagt sei und ich mir möglichst einen geschützten Platz suchen sollte. Gesagt, getan (wie man sieht, war auch dieses Jahr mein Hauptnahrungsmittel wieder Dosenfutter).

Unter anderem hatte ich mir Løkken ausgesucht, weil ich mir die Bunker am Strand ansehen wollte, ausserdem wollte ich dem Rubjerg Knude Fyr (Leuchtturm in der Wanderdüne) mal wieder einen Besuch abstatten.
Aber erstmal die Stufen runter zu den Bunkern.
Hier in Reihe

ein sehr "schräger Vogel"

und einer mit sportlich gelegenem Aufgang (ja, ich bin über das Holzteil auf die Treppe und nach oben, um die Aussicht zu testen).

Nach einer ausgiebigen Inspektion musste ich die Treppe über die Düne wieder hoch, das war im unteren Bereich 'ne echte Herausforderung wegen des Sandes (ein Schritt hoch und einen halben wieder runtergerutscht).

Nach einer Nacht, in der Regentropfen auf mein Zeltdach prasselten - zum Glück ist es wasserfest - wurde ich Sonntagmorgen vom am Zelt ruckelnden Wind geweckt. Zuerst sollte es nach Løgstør gehen, einem Hafenort, über den ich letztes Jahr in einer Broschüre gelesen habe, dass dort am Wochenende allerhand los sei. Zuerst zum Hafen, da war schon mal so gar nicht los.

Im Ort selbst war auch nicht wirklich etwas los...ist wohl noch Vorsaison...

Da man mir auf dem Campingplatz gesagt hat, dass der Ort Løkken sehenswert sei, bin ich kurzerhand da hin. Und siehe da, dort hatten auch am Sonntag die Geschäfte auf,

und man konnte überall draussen sitzen und etwas essen oder trinken.

Ich wollte dann noch ans Wasser dort, aber der durch den Wind in meine Augen, Ohren, Nase und sonstwo hingetriebene Sand vergraulte mich. Und dann kam, was kommen musste: Durch das ganze rumgeeiere fand ich mein Auto nicht wieder. Ich kam durch versandete Strassen

zwar immer wieder zu den Restaurants, aber den Spar-Markt fand ich nicht. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, sprach eine hübsche Dänin an und erklärte ihr mein Missgeschick. Dänen sind sehr lustige Menschen, denn sie lachte aus vollem Herzen, und das war sogar ansteckend...Am Ende hatte ich mein Auto gefunden und fuhr zurück, ich wollte ja noch zum Leuchtturm. Ein kurzer Blick über die Düne ließ mich aber umdenken. Laut einem anderen Camper hatten wir mittlerweile Windgeschwindigkeiten vom 45km/h, in Spitzen bis 75km/h! Mein Abendessen fiel dann auch recht einfach aus (der Gaskocher macht's nicht so richtig bei so viel Wind): Eine Packung TUC-Kekse und 'ne halbe Flasche Rotwein. Anschliessend noch den Sonnenuntergang von einer relativ geschützten Ecke genossen

und noch einen Blick Richtung Leuchtturm gewagt (im Hintergrund diese kleine Spitze, nach rechts erkennt man den Sandsturm).

Nach einer arschkalten Nacht wurde ich am Montag zur Abwechslung von der Sonne geweckt. Die zwei Nächte hier waren vorbei und ich machte mich auf den Weg. Während ich zusammenpackte, machten sich einige Paraglider daran, ihre Ausrüstungen zu ordnen. Die gesamte Steilküste ist ein El Dorado für die Jungs und Mädels der glidenden Zunft.
Mein erster Stop war die Mårup Kirke, eine Kirche, die zu nah an der Steilküste gebaut war.

Noch ein kurzer Blick zum Leuchtturm,

und weiter ging's an die Ostsee, zum Bunken Strand Camping, in der Nähe von Ålbæk. Eigentlich ein sehr schöner Campingplatz, Duschen kostet nichts, absolut neuwertige Wasch- und Toilettenbereiche, aber die Nähe zur Landstraße 40 und Westwind führten dazu, dass es mir persönlich der Geräuschkulisse zuhause zu ähnlich ist.
Nach dem Aufbau

erkundete ich die Umgebung. Über eine Düne kam man zum Strand, weit und flaches Wasser, aber einfach viel zu kalt für ein Bad. Ich relaxte etwas in der Sonne und "kämpfte" (auch hier: wegen Sand ein Schritt hoch, einen halben wieder runtergerutscht) mich später wieder zum Zelt zurück. Nach dem Abendessen ging's in die Wüste (Råbjerg Mile)! Kaum vorzustellen, dass man so was in Dänemark findet.


Dienstag morgen stellte ich dann fest, dass ich mir doch nicht den besten Platz ausgesucht hatte - statt eine Parzelle mit vor der Morgensonne schützenden Sträuchern zu nehmen, sucht ich mir eine aus, die mich abends vor nicht vorhandenem Wind schützte... Nach dem Frühstück fuhr ich zum Palmenstrand (auch das gibt es in DK!) bei Frederikshavn.

Nach einem Pølser (Hot Dog) und 'ner Coke machte ich mich auf in Richtung Skagen: Ich wollte zu dieser Stelle, an der Nord- und Ostsee zusammenprallen. Angekommen, und hier wollen sie dann auch mal Parkgebühren kassieren, 13 DKK pro Stunde. Aber eine Stunde reicht aus. Vom Parkplatz geht man entweder ca. 1km am Strand entlang,

oder man fährt mit dem "Sandwormen", ein Trecker mit Anhänger für die bequemeren. Tja, und nach 'ner guten Viertelstunde stand ich dann "da oben"

Natürlich erlag auch ich dem Reiz des Rituals, mit je einem Fuss in einem Meer zu stehen - wo geht das schon sonst?
Auf dem Rückweg hielt ich noch bei "den tilsandende Kirke" (der versandeten Kirche) - nein, da muss man wirklich mal so gar nicht hin! 'n Stück Kirche, wo Du reingehst, wo nichts drinnen ist, und draussen herum auch nicht. Parken und Besichtigen war umsonst - in zweierlei Hinsicht. Das einzig positive war ein herrliches Softeis...
Da oben in DK ist es schon erstaunlich: Da biste auf der Ostseeseite und hast ein ruhiges Meer, und ca. 5km entfernt findet man die stürmische Nordsee (bei mir zuhause sind es immerhin gute 100km, die fährt man nicht mal so just for fun).
Wer schon etwas älter ist kennt vielleicht noch die alte Transitstrecke durch die ehemalige DDR nach Westberlin. Wir sind mal mit der Schulklasse dahin, die Strasse war ein Albtraum: Aneinandergereihte Betonplatten sorgten dafür, dass man während der langen Durchfahrt ein ständiges "Plop-plop-plop-plop" vom Fahren über die Fugen ertragen musste. Wer sich fragt, wo diese Betonplatten geblieben sind, fährt einfach die genannten 5km über den Kandestedvej - da sind sie hin (vielleicht waren die auch schon immer da, wer weiß?).

An der Nordsee wartete ich dann auf einen letzten Sonnenuntergang.

Mittwoch morgen wachte ich gegen 7 auf und guckte mir die Wettervorhersage auf meinem Handy an (WLAN ist neben Duschen hier auch für nothing) - das sah gar nicht gut aus. Schnell 'ne Tasse Kaffee gebraut und ein Brötchen gegessen, und dann macht ich mich ans Zeltabbauen. Noch bei den letzten Handgriffen fielen die ersten Tropfen. Nachdem ich frisch geduscht war und es seit drei Stunden ununterbrochen geregnet hat, riesige Pfützen auf dem durchnässten Boden waren und keine Besserung zu erwarten war, machte ich mich auf den Heimweg. Als letzte Station war noch Grenå oder Ebeltoft angedacht, aber das muss ich mir bei dem Wetter nicht antun (habe ja nächste Woche noch mal 5 Tage frei...).

Wie immer: Wer Fragen hat, fragt - ich antworte dann.

Filip
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geschrieben Donnerstag, September 13, 2018 @ 15:59:25  

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